Burcu Baykurt ist Assistenzprofessorin für Medienwissenschaften an der University of Massachusetts Amherst. Von April bis Oktober 2022 war sie als Fellow am CAIS und untersuchte in ihrem Projekt vergleichend, wie unterschiedlich US-Kommunen seit April 2020 Covid-19-Daten erhoben, analysierten und veröffentlichten. Ihre Forschungsschwerpunkte waren dabei Smart Cities und urbane Ungleichheiten, Technologien staatlicher Steuerung und Globale politische Ökonomie digitaler Infrastrukturen. Während ihrer Zeit am CAIS stellte sie mehrere Kapitel ihres neuen Buches „Smart as a City: The Politics of Test-Bed Urbanism“ fertig.
Über das Buch
„Smart as a City“ ist eine ethnografische Untersuchung darüber, wie „Smartness“ in einer mittelgroßen US-Stadt aufgenommen und ausgehandelt wird. Burcu Baykurt begleitet zivilgesellschaftliche Akteur:innen, Einwohner:innen und Stadtbeamt:innen in Kansas City, Missouri, wo Google einen stadtweiten Gigabit-Dienst testete und die Stadt Smart-City-Pilotprojekte in Verkehr, Wohnungsbau und kommunalen Diensten umsetzte. Sie versteht „Smartness“ als kollektive Anstrengung, lokale Probleme sichtbar zu machen und Lösungen mit oft fehlerhaften Technologien von Tech-Unternehmen abzugleichen. Der Erfolg dieser Abstimmung ist schwer erreichbar und ambivalent; zugleich zeigt sie, dass Datenkapitalismus Wert aus urbanen Ungleichheiten zieht, statt sie zu lösen.
Das Buch (ISBN 9780520413252) ist bei University of California Press erschienen. Eine Leseprobe ist unter diesem Link verfügbar.
Baykurt, B. (2026). Smart as a city: The politics of Test-Bed urbanism. In University of California Press (1. Aufl.). University of California Press. https://www.ucpress.edu/books/smart-as-a-city/paper#about-book