Vom 30. Juni bis 4. Juli fand in Straßburg, Frankreich, die Jahrestagung 2026 der European Association of Social Psychology (EASP) statt. Als Teil des Eröffnungssymposiums „Who Critiques the Critique? Toward a Reflexive Metascience“ hielt Dr. Rizqy Amelia Zein, Postdoktorandin der Forschungsabteilung Research Methods and Data am CAIS, gemeinsam mit Mario Gollwitzer von der Ludwig-Maximilians-Universität München einen Vortrag.
Der Vortrag mit dem Titel „The Role of Context in Explaining Effect Size Heterogeneity in Replication Studies“ befasste sich mit der Frage, warum Replikationsstudien, die an mehreren Forschungsstandorten durchgeführt werden, häufig unterschiedliche Effektstärken aufweisen. Solche Unterschiede bedeuten nicht zwangsläufig, dass ein ursprünglicher Befund nicht belastbar ist. Vielmehr können Kontextfaktoren zur Variabilität der Ergebnisse beitragen. Anhand von Daten aus zwei Multi-Site-Replikationsprojekten zeigten die Forschenden, dass sich die Heterogenität der Effektstärken in einem untersuchten Fall durch Unterschiede in den verwendeten Studienprotokollen erklären ließ, während die untersuchten konzeptionell irrelevanten Kontextmerkmale keinen entsprechenden Einfluss zeigten. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass die Berücksichtigung von Kontextbedingungen zum theoretischen und methodischen Verständnis von Replikationsforschung beitragen kann.