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Interdisziplinärer Workshop in Bremen

Austausch zu soziodigitaler Forschung und gesellschaftlicher Wirkung 

Am 27. Mai 2026 trafen sich Nachwuchswissenschaftler:innen der Universität Graz, des Center for Advanced Internet Studies (CAIS) und des ifib – Institut für Informationsmanagement Bremen sowie ihre Betreuer:innen in Bremen zum interdisziplinären Workshop „Sociodigital Research and its Impacts“.

29. Mai 2026

Der Workshop „Sociodigital Research and its Impacts“ brachte in Bremen Nachwuchsforschende und ihre Betreuer:innen von der Universität Graz, dem CAIS und dem ifib – Institut für Informationsmanagement Bremen zusammen. Er schuf einen Raum für den Austausch über Disziplinen, Institutionen und Forschungstraditionen hinweg und konzentrierte sich darauf, wie sich soziodigitale Forschung mit Politikgestaltung, öffentlichem Diskurs und gesellschaftlichem Wandel auseinandersetzt. Jasmin Baake, Anna Ricarda LutherBesjon CiflikuArtur SolominkIvana Žemberi vom CAIS-Forschungsprogramm Design Vertrauenswürdiger Künstlicher Intelligenz sowie dessen Leiter Prof. Hendrik Heuer nahmen daran teil. 

Einblicke in den Workshop: 

Der Tag begann mit kurzen Präsentationen von Promovierenden, in denen sie ihre Forschungsprojekte vorstellten und den Zusammenhang zwischen ihrer wissenschaftlichen Arbeit, politischem Engagement und gesellschaftlicher Wirkung reflektierten. Die Beiträge gaben einen Einblick in die Vielfalt soziodigitaler Forschung. Sie reichten von Fragen der Steuerung durch Algorithmen und digitalen Infrastrukturen über Medien- und Kommunikationspraktiken bis hin zu Themen wie gesellschaftlicher Teilhabe und digitaler Gerechtigkeit. In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass digitale Technologien viele Bereiche des gesellschaftlichen Lebens prägen und dass ihre Analyse vom Austausch zwischen verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen profitiert. 

Ein weiterer Programmpunkt war die Probe für ein Doktorandenkolloquium von Paola Lopez (Universität Bremen). Sie stellte ihre Forschung zum Einsatz algorithmischer Systeme durch staatliche Institutionen vor und diskutierte die damit verbundenen Fragen von (Un-)Gerechtigkeit. 

Im Anschluss fanden zwei informelle „Walk & Talk“-Formate statt. Dabei gingen die Teilnehmenden gemeinsam spazieren und diskutierten zentrale Fragen ihrer Forschung. Im Mittelpunkt standen dabei die Bedeutung von gesellschaftlicher Wirkung wissenschaftlicher Arbeit sowie die Rolle interdisziplinärer Zusammenarbeit für gesellschaftliche und politische Veränderungen. Der offene Rahmen erleichterte den Austausch zwischen unterschiedlichen fachlichen und institutionellen Perspektiven. 

Am Nachmittag besuchte die Gruppe den Senat der Freien Hansestadt Bremen. In einem Gespräch mit Dr. Martin Hagen, Staatsrat für Haushalt, Personal und Digitalisierung beim Senator für Finanzen, ging es um das Verhältnis zwischen Forschung und politischer Praxis. Diskutiert wurde insbesondere, wie wissenschaftliche Erkenntnisse in politische Entscheidungsprozesse und die öffentliche Verwaltung einfließen können. 

Den Abschluss des Tages bildete eine Session zur Wissenschaftskommunikation mit Dr. Leif Kramp (ZeMKI). Im Mittelpunkt standen Strategien, um Forschungsergebnisse verständlich außerhalb der Wissenschaft zu vermitteln, sowie die Herausforderungen, komplexe Themen aus dem Bereich der digitalen Gesellschaft für verschiedene Zielgruppen zugänglich zu machen. 

Insgesamt zeigte der Workshop, wie wichtig der Austausch zwischen unterschiedlichen Disziplinen und Institutionen ist, um digitale gesellschaftliche Entwicklungen besser zu verstehen. Die Gespräche machten deutlich, dass soziodigitale Forschung nicht nur wissenschaftliche Erkenntnisse liefert, sondern auch wichtige Impulse für öffentliche Debatten, Politik und gesellschaftliche Gestaltung geben kann.